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VietnamsradikaleVerwaltungsreformen:WieeffizientereStrukturendasWirtschaftswachstumfördernkönnen

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Global Neighbours
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Einleitung

In den letzten vier Jahrzehnten hat sich Vietnam zu einer der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt entwickelt. Der Außenhandel erreichte 2024 mit 786,29 Milliarden US-Dollar ein Allzeithoch, und bei den ausländischen Direktinvestitionen (FDI) belegte das Land unter den 15 führenden Volkswirtschaften weltweit den ersten Platz in Bezug auf die Anziehungskraft für Investitionen. Im Global Innovation Index liegt Vietnam auf Rang 46, was seine wachsende Fähigkeit zur technologischen Weiterentwicklung widerspiegelt.

Trotz dieser Erfolge bleiben Produktivität und inländische Wertschöpfung jedoch dauerhaft niedrig, und die Wirtschaft sieht sich strukturellen Einschränkungen gegenüber, die ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Um das Wachstum aufrechtzuerhalten und der sogenannten „Middle-Income-Falle“ zu entgehen, hat die vietnamesische Führung ehrgeizige Ziele gesetzt: ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 10 % oder mehr pro Jahr im Zeitraum 2026–2030, mit der strategischen Vision, bis 2045 eine wohlhabende, entwickelte Volkswirtschaft zu werden und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Dieser Entwicklungspfad ist jedoch keineswegs gesichert. Das Land steht vor zunehmenden Risiken durch eine demografische Abschwächung, Qualifikationsdefizite, institutionelle Engpässe sowie globale Gegenwinde, die seine Reformagenda untergraben könnten, wenn sie nicht angegangen werden.

Als Reaktion darauf hat die Regierung eine Reihe tiefgreifender Initiativen gestartet, insbesondere die Resolution 68. Diese erklärt den Privatsektor bis 2030 zum „wichtigsten Motor“ der Volkswirtschaft und zu einer „treibenden Kraft“ in Wissenschaft, Technologie, Innovation und digitaler Transformation. Die Resolution fordert die Entstehung einer „neuen Generation vietnamesischen Unternehmertums“, die die heimische Wirtschaft durch fairen Zugang zu Kapital, Land, Technologie, Fachkräften und Daten sowie durch den Abbau systematischer Benachteiligungen privater Unternehmen neu gestalten soll.