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China‑Nahost‑Beziehungen:WachstumtrotzanhaltenderUnruhen

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Date
Author
Dr. Naser al-Tamimi
Publisher
Global Neighbours
Topics

Einleitung

China hat sich zu einer zentralen globalen Wirtschaftsmacht entwickelt. Gemessen an der Kaufkraft verfügt das Land über die größte Volkswirtschaft der Welt und liegt nach nominalem Marktwert hinter den Vereinigten Staaten auf Platz zwei. Es wird erwartet, dass China die USA innerhalb etwa eines Jahrzehnts als führende Wirtschaftsmacht überholen wird. Seit der Öffnungspolitik von 1979 ist Chinas Bruttoinlandsprodukt um das 68-Fache gewachsen, von 263,7 Milliarden US-Dollar auf rund 18 Billionen US-Dollar im Jahr 2022. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert, dass Chinas BIP bis 2028 um weitere 6 Billionen US-Dollar steigen wird, was nahezu dem Doppelten der aktuellen gesamten Wirtschaftsleistung des Nahen Ostens entspricht.

China ist inzwischen der wichtigste Abnehmer von Energie aus der Region, ein führender Wirtschaftspartner vieler Staaten und ein zentraler Investor. Die Einführung der Belt and Road Initiative (BRI) im Jahr 2013 hat diese Beziehungen zusätzlich gefestigt. Nahezu alle Staaten des Nahen Ostens, darunter sämtliche arabischen Länder sowie die Türkei und Iran, sind der Initiative beigetreten. Zugleich hat China den Status seiner Beziehungen zu zahlreichen Staaten der Region zu „umfassenden strategischen Partnerschaften“ aufgewertet, darunter Algerien, Ägypten, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.