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ChinaundAfrika2.0:EineneueÄraderPartnerschaftengestalten

Dieser Bericht untersucht Chinas Engagement in Afrika in den Bereichen Diplomatie, Handel, Investitionen, Gesundheitswesen sowie weiteren Sektoren. Dabei widerlegt er Vorwürfe eines sogenannten „Debt-Trapping“, von „Rohstoffausbeutung“ oder eines „Neokolonialismus“.
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Global Neighbours

Einleitung

Wie Michelle D. Gavin, ehemalige US-Botschafterin in Botswana, hervorhob, sehen sich alle großen Mächte denselben grundlegenden Entwicklungen gegenüber: „Bis zum Jahr 2050 wird etwa ein Viertel der Weltbevölkerung in Afrika leben, und die junge und wachsende Erwerbsbevölkerung des Kontinents – dann die größte der Welt – wird in starkem Kontrast zu den alternden Gesellschaften anderer Regionen stehen.“

Aus der Perspektive der globalen Diplomatie liegt Afrikas besonderer Vorteil in der großen Zahl seiner Staaten, die zusammen „einen Stimmblock von 28 % in den Vereinten Nationen (UN)“ bilden. Aus geopolitischer Sicht präsentiert sich der Kontinent zudem als unverzichtbares maritimes Tor zwischen Asien und Europa. Auch geoökonomisch besitzt Afrika mit einer Bevölkerung von rund 1,3 Milliarden Menschen und einer Fläche von 30,37 Millionen km² – ausgestattet mit erheblichen natürlichen Ressourcen – enormes Entwicklungspotenzial. Trotz dieser Voraussetzungen bleibt der Kontinent in vieler Hinsicht noch unerschlossen und könnte in den kommenden Jahrzehnten eine zentrale Rolle in der Weltwirtschaft einnehmen.

Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, die mehr als 6.000 Soldaten „vor Ort in Afrika“ stationiert haben, hat China für sein Engagement auf dem Kontinent primär einen wirtschaftlichen Ansatz gewählt – auch wenn sich die sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen Afrika und China zunehmend intensiviert. Tatsächlich reicht die Tradition chinesischer Infrastrukturinvestitionen bis in die Zeit der Dekolonisierung zurück. Ein bekanntes Beispiel ist der Bau einer Eisenbahnlinie zwischen Tansania und Sambia (fertiggestellt 1976), für den China rund 56.000 Ingenieure und Arbeiter entsandte, die 320 Brücken, 22 Tunnel und 93 Bahnhöfe errichteten.

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