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Serge Dorny ist ein international renommierter Kulturmanager und künstlerischer Leiter und derzeit Generaldirektor der Bayerischen Staatsoper. Seine herausragende Karriere umfasst führende Positionen an bedeutenden europäischen Opernhäusern, Orchestern und Kultureinrichtungen.

Serge Dorny studierte Kunstgeschichte, Archäologie, Musikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft an der Universität Gent sowie Musik am Konservatorium der Stadt. 1983 trat er als Dramaturg unter Gerard Mortier in das Opernhaus La Monnaie/De Munt ein, bevor er zum Festival van Vlaanderen wechselte, dessen Künstlerischer Direktor er 1989 wurde. 1996 wurde er zum Chief Executive und Künstlerischen Direktor des London Philharmonic Orchestra ernannt, dem Residenzorchester des Southbank Centre in London, das zudem regelmäßig während der Opernsaison des Glyndebourne Festivals auftritt. Von 2003 bis 2021 war er Generaldirektor der Opéra National de Lyon. In der Spielzeit 2021/22 trat er sein Amt als Generaldirektor der Bayerischen Staatsoper an.
Serge Dorny ist Mitglied des Vorstands des Bayerischen Rundfunks sowie des Concours Reine Elisabeth (Queen Elisabeth Competition) in Brüssel. Darüber hinaus war er Jurymitglied zahlreicher internationaler Musikwettbewerbe, unter anderem in Helsinki und Bamberg (Dirigenten) sowie in Monte Carlo (Pianisten). Zudem lehrte er an der Universität Zürich im Executive-Master-Studiengang Arts Administration sowie an der Accademia Teatro alla Scala.
Er wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter einem Ehrendoktortitel der Université du Québec à Montréal (2008). 2012 wurde er zum Ritter der Légion d’honneur, 2013 zum Offizier des belgischen Ordre de la Couronne und 2021 zum Kommandeur des Ordre des Arts et des Lettres ernannt.
Zu seinen Publikationen zählen L’avenir d’un passé (mit Johan Thieleman) sowie Penser l’opéra à présent (Actes Sud, 2021).