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DasneueZeitalterderKI:PerspektivenzumWettbewerbzwischendenKontinenten

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Wien

Am 3. März 2025 veranstalteten Global Neighbours und digitalswitzerland gemeinsam das Event „The New Era of AI: Perspectives on Competition Among Continents“ in der privaten Sammlung zeitgenössischer chinesischer Kunst der Familie Porsche/Piëch in Luzern. Zu den hochkarätigen Sprecherinnen und Sprechern gehörten Dr. Feiyu Xu, eine der einflussreichsten KI‑Expertinnen Deutschlands und Mitglied des Global Neighbours Advisory Board; Prof. Dr. Hans Uszkoreit, führender KI‑Forscher und wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI); sowie Dr. Uli Sigg, ehemaliger Schweizer Botschafter in China und ebenfalls Mitglied des Advisory Board von Global Neighbours, der eine der weltweit größten Sammlungen zeitgenössischer chinesischer Kunst aufgebaut hat.

Prof. Dr. Xu, Artifical Intelligence

Dr. Xu gab einen Überblick über den Entwicklungsstand moderner KI‑Modelle, insbesondere ihre Fähigkeiten im logischen Denken und Problemlösen. Sie hob den Aufstieg von DeepSeek hervor – einem in China entwickelten Open‑Source‑Modell, das in Mathematik und strukturiertem Denken beeindruckende Leistungen zeigt. Anders als frühere Systeme nutzt DeepSeek verstärkt Reinforcement Learning, um seine Schlussfolgerungsfähigkeit zu verbessern – ein wichtiger Schritt hin zu KI, die über reine Mustererkennung hinausgeht. Zudem erläuterte Dr. Xu die wirtschaftlichen Auswirkungen von Open‑Source‑KI: Günstigere und leichter zugängliche Modelle könnten den globalen Wettbewerb grundlegend verändern.

Prof. Uszkoreit, KI

Prof. Uszkoreit widmete sich der Frage, ob KI tatsächlich innovativ ist oder lediglich menschliches Wissen neu kombiniert. Er betonte, dass KI im Kern verdichtetes und operationalisiertes menschliches Wissen darstellt – ein Verstärker bestehender Erkenntnisse, aber kein autonomer Schöpfer.
Er wies außerdem darauf hin, dass bahnbrechende Ideen oft von Minderheiten ausgehen. Genau hier liege eine Herausforderung für große KI‑Modelle: Sie neigen dazu, Mehrheitsmeinungen zu verstärken, statt ungewöhnliches oder abweichendes Denken zu fördern.

Uli Sigg

Prof. Uszkoreit widmete sich der Frage, ob KI tatsächlich innovativ ist oder lediglich menschliches Wissen neu kombiniert. Er betonte, dass KI im Kern verdichtetes und operationalisiertes menschliches Wissen darstellt – ein Verstärker bestehender Erkenntnisse, aber kein autonomer Schöpfer.
Er wies außerdem darauf hin, dass bahnbrechende Ideen oft von Minderheiten ausgehen. Genau hier liege eine Herausforderung für große KI‑Modelle: Sie neigen dazu, Mehrheitsmeinungen zu verstärken, statt ungewöhnliches oder abweichendes Denken zu fördern.