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Am 10. Juli 2026 veranstaltete Global Neighbours in Wien einen exklusiven Roundtable mit Akihiko Nishio, Vizepräsident für Entwicklungsfinanzierung der Weltbank. Die Veranstaltung brachte hochrangige Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen, diplomatischer Vertretungen, der Wissenschaft, des Finanzsektors sowie der Privatwirtschaft zusammen, um über die Zukunft der Entwicklungsfinanzierung und der internationalen Zusammenarbeit zu diskutieren.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Philipp Rösler, Generalsekretär von Global Neighbours, der die Teilnehmenden willkommen hieß und die Mission der Organisation hervorhob: den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Europa, Asien und darüber hinaus zu fördern.

Keynote gab Akihiko Nishio einen umfassenden Einblick in die Arbeit der International Development Association (IDA), dem konzessionären Finanzierungsinstrument der Weltbank für einkommensschwache Länder. Er erläuterte, wie sich die IDA zu einer innovativen Finanzierungsplattform entwickelt hat, die Geberbeiträge mit Kapitalmarktfinanzierung verbindet und dadurch ihre Fähigkeit, Mittel für nachhaltige Entwicklung zu mobilisieren, erheblich erweitert. Anhand der Beispiele Chinas und der Republik Korea zeigte er auf, wie langfristige Investitionen und internationale Partnerschaften Länder dabei unterstützen können, sich von Empfängern internationaler Entwicklungshilfe zu aktiven Gebern und Partnern der globalen Entwicklungszusammenarbeit zu entwickeln.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen zudem die wachsenden Herausforderungen der internationalen Entwicklungsfinanzierung. Thematisiert wurden unter anderem die zunehmende geopolitische Fragmentierung, rückläufige öffentliche Entwicklungsausgaben sowie die steigende Bedeutung privater Kapitalmobilisierung. Herr Nishio hob die zentrale Rolle der IDA bei der Unterstützung fragiler und konfliktbetroffener Staaten hervor, insbesondere beim Ausbau der Energieversorgung, der Stärkung der Klimaresilienz sowie der Schaffung von Rahmenbedingungen, die private Investitionen durch innovative Risikoteilungsinstrumente ermöglichen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Zentralasien, dessen strategische Bedeutung für die internationale Entwicklungsagenda stetig wächst. Die Teilnehmenden diskutierten Chancen für grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte, nachhaltige Energiekooperation, regionale Konnektivität und Künstliche Intelligenz. Herr Nishio verwies in diesem Zusammenhang auf den bevorstehenden Start der IDA22-Wiederauffüllungsrunde in Taschkent, der sowohl die Reformfortschritte Usbekistans als auch die zunehmende Rolle Zentralasiens in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit unterstreichen wird. Darüber hinaus wurde die Rolle multilateraler Institutionen bei der Förderung regionaler Kooperation durch groß angelegte Projekte mit gemeinsamem wirtschaftlichem Nutzen erörtert.

Den Abschluss bildete eine lebhafte Diskussion über die Zukunft der multilateralen Entwicklungsfinanzierung in einer zunehmend multipolaren Welt. Die Teilnehmenden betonten den wachsenden Beitrag nichttraditioneller Geberländer, die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen internationalen Finanzinstitutionen, Regierungen und dem Privatsektor sowie die Bedeutung neuer Partnerschaften, die über klassische Finanzierungsmodelle hinausgehen.
Zum Abschluss der Veranstaltung bekräftigte Siddharth Chatterjee, CEO von Global Neighbours, das Engagement der Organisation für die Stärkung des internationalen Dialogs und begrüßte die Perspektive einer vertieften Zusammenarbeit mit der Weltbank. Er lud Herrn Nishio und seine Kolleginnen und Kollegen ein, an Tracks to the Future, der Leitinitiative von Global Neighbours zur Förderung von Dialog, Konnektivität und Zusammenarbeit zwischen Europa, Zentralasien und China, sowie an weiteren Veranstaltungen der Organisation teilzunehmen.
Der Roundtable bekräftigte die gemeinsame Überzeugung, dass die Bewältigung globaler Herausforderungen innovative Finanzierungsansätze, vertrauensvolle Partnerschaften und einen kontinuierlichen internationalen Dialog erfordert. Global Neighbours freut sich darauf, die Zusammenarbeit mit der Weltbank und ihren internationalen Partnern weiter auszubauen und gemeinsam zu einer resilienteren, inklusiveren und stärker vernetzten globalen Entwicklungsagenda beizutragen.