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WiesolltesichEuropaineinemzunehmendasiatischgeprägtenJahrhundertpositionieren?

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Wien

Diese Frage stand im Mittelpunkt eines hochrangigen Dialogs, den Global Neighbours gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten Nationen (ÖGAVN) in Wien ausrichtete. Zu Gast war Prof. Kishore Mahbubani – ehemaliger Präsident des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, früherer Ständiger Vertreter Singapurs bei den UN und einer der einflussreichsten geopolitischen Denker Asiens.

Die Diskussion brachte hochkarätige Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, darunter Jovanka Porsche, Vorsitzende von Global Neighbours, Wolfgang Schüssel, ehemaliger Bundeskanzler Österreichs, sowie Bernd Hermann, Präsident der ÖGAVN. Gemeinsam tauschten sie sich über die Zukunft der Beziehungen zwischen Europa und Asien aus – ein Thema, das angesichts globaler Veränderungen aktueller denn je ist.

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Prof. Kishore Mahbubani, Global Neighbours Chairwoman Jovanka Porsche and Wolfgang Schüssel, former Federal Chancellor of Austria

Prof. Mahbubani betonte aus seiner jahrzehntelangen diplomatischen Erfahrung, dass die prägende geopolitische Entwicklung des 21. Jahrhunderts die Rückkehr Asiens als zentrale Kraft in den internationalen Beziehungen sei. Europa bleibe zwar ein globaler Vorreiter in Innovation, wirtschaftlicher Entwicklung und institutionellem Aufbau, doch eine sich rasant wandelnde Welt erfordere ein Umdenken: weg von hierarchischen Vorstellungen, hin zu echter Partnerschaft; weg von alten Annahmen, hin zu einem tieferen Verständnis; weg vom Reden über Asien, hin zum Dialog mit Asien.

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Prof. Kishore Mahbubani with the Global Neighbours Team

Ein zentrales Thema des Abends war die Bedeutung von Beziehungen, die auf gegenseitigem Respekt und strategischer Zusammenarbeit beruhen. Da wirtschaftliches Gewicht, technologische Fähigkeiten und politischer Einfluss weltweit immer breiter verteilt sind, wächst das gemeinsame Interesse Europas und Asiens, den Austausch zu vertiefen und gemeinsam an Lösungen für Herausforderungen zu arbeiten, die längst nicht mehr an Grenzen haltmachen.